Donnerstag, 30. Juli 2015

Isestraße

Es gibt Orte die einen irgendwie einfach umhauen... jeder kennt dieses Gefühl, hat es irgendwo schon ein mal erlebt. Vielleicht auch an großen Wahrzeichen unserer Zeit wie dem Eiffelturm in der Stadt der Liebe, dem Brandenburger Tor als Synonym der Deutschen Einheit oder vielleicht an der Chinesischen Mauer als Zeichen des Reichs der Mitte. Es gibt einfach Orte die unsere Reize und das Interesse wecken. Einen davon habe ich im Januar diesen Jahres in meiner Lieblingsstadt Hamburg gefunden und stelle ihn für mich auf die gleiche Stufe wie die eben genannten Wahrzeichen. Nachdem ich vergangenen Sonntag noch mal dort war, ich hatte aufm Rückweg von Flensburg nach Karlsruhe ein paar Stunden in Hamburg eingeplant, muss ich einfach einen Text über diesen Ort schreiben.

In diesem Post soll es über die Hamburger Isestraße gehn... für mich wie ein Mikrokosmos mitten im Bezirk Eimsbüttel. Ich stieg dann also an der Hoheluftbrücke aus der U-Bahn aus und begab mich auf die kleine Reise durch eine Straße welche viele Gesichter hat und sogar Geschichten erzählen kann. Hat wer gewusst das dort einst die heutige Bundeskanzlerin gewohnt hat? ;-) Der Mikrokosmos Isestraße ist zum größten Teil durch den U-Bahn Viadukt geprägt welcher der Straße einen ganz besonderen Charme des frühen 20. Jahrhunderts gibt. Begleitet wird der stählerne Riese von chicen Altbauten in verschiedenen Stilrichtungen. Immer Dienstags und Freitags zwischen 8:30 und 14 Uhr findet dort auch ein beliebter Wochenmarkt statt... in der sonst recht ruhigen Isestraße kehrt dann für ein paar Stunden reges treiben ein. Ebenfalls dominieren die zahlreichen Fahrräder vor den Häusern diesen Straßenzug! Ein Zeichen des guten Umweltwillens in der von der Autolobby regierenden Stadt Hamburg. Naja, ich lief also diese Straße entlang, bei echt genialem Hamburger Wetter und ließ mich einfach treiben von allen Eindrücken die ich so aufsammeln konnte. Es lauern an jeder Ecke Motive, man könnte warscheinlich einen ganzen Tag dort verbringen. Es ist dabei wichtig nicht nur nach vorn zu schauen, sondern auch mal wieder zurück und man findet wieder etwas neues zum fotografieren. Ruhig war es an diesem Sonntagnachmittag dort, nur die U-Bahn unterbrach alle paar Minuten diese Stille in mitten der Millionenmetropole. Wie lange mag ich gebraucht haben bis ich am Eppendorfer Baum ankam? 20-30 Minuten? Für die wenigen hundert Meter ja eine Ewigkeit... hätte die Zeit nicht ein wenig gedrängelt, hätte ich vermutlich ne knappe Stunde gebraucht. :-) Aber ich war ja noch nicht am Ziel angekommen, die Isestraße macht ab dem Eppendorfer Baum noch eine Rechtskurve und lässt den Hochbahnviadukt links liegen. Auch dort finden sich recht imposante Innenhöfe und Hausfassaden. Wer dort eine Adresse hat, hat es meiner Meinung nach geschafft und wohnt in einem der schönsten Gegenden in Hamburg. Wenig später war ich dann an meinem Ziel angekommen und bin dann Richtung Kellinghusenstraße gelaufen, in die nächste U-Bahn und raus aus diesem Mikrokosmos welcher meine Kreativität aufs neue geweckt hat. Ich möchte euch allerdings nur ein Foto zeigen... allerdings ein Motiv das die Isestraße als solches auszeichnet. 


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